Feedback und Impressionen vergangene Veranstaltungen:

Die Nächte in spanischen Gärten sind für mich Urlaub pur – Tapas, Musik, eigens für’s Event kreierte Texte – ein wunderbarer Abend.

Es wird jedes Jahr noch schöner….

Ein Abend unter Freunden… unbedingt mitmachen.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Jetzt geh ich schon über 60 Jahre immer an Karfreitag und Ostern in die Kirche, aber so etwas schönes habe ich noch nicht erlebt, ich war tief ergriffen… und nicht nur ich, soviel kann ich sagen.

Ostersonntag morgen, bei dem Wetter und mit der Gestaltung… wunderbar!

Teilnehmer „Ostern auf dem Berg 2019“

Zu unserem Dorfgespräch #2 erreichte uns folgender Erfahrungsbericht unseres Mitgliedes Vanessa Werthwein:

Im Nachhinein sehen manche Zukünfte ziemlich alt aus – Dorfkirchle Dorfgespräch zur Digitalisierung

Getreu dem Vereinsmotte  „Mehr Tiefgang in der Höhe“ hatte das Dorfkirchle am 10. April zum 2. Dorfgespräch „Digitalisierung und der unterlegene Mensch“ ins Heimatmuseum Völkersbach eingeladen.

Prof. Dr. Armin Grunwald begann seine Buchvorstellung mit der Frage „Wie kann man zwischen alten Bohnenschälgeräten und Dreschflegeln über Digitalisierung sprechen?“ und fügte hinzu „Wahrscheinlich finden wir hier irgendwann eine Alexa als Ausstellungsstück!“

Was für ein ungewöhnlicher Ort, um über Digitalisierung und die Zukunft des Menschen im Zeitalter der Algorithmen“ zu sprechen. Aber es war genau der richtige Rahmen für dieses 2. Dorfgespräch. Denn schon früher hatten die Menschen Angst vor oder grosse Hoffnungen in die Zukunft.

An diesem Abend bot sich die Gelegenheit mit einem der weltweit gefragtesten Experten in Sachen Technikfolgen und dem führenden Technikphilosphen Deutschlands in Dialog zu treten. Als Berater der Bundesregierung über die neue industrielle Revolution und Leiter des Instituts für Technikfolgenabschätzung, sowie als Präsidiumsmitglied der Akademie für Technikwissenschaften (acatech) verfügt Armin Grunwald über einen tiefen Einblick in das Themenfeld.

Seiner Meinung nach verhält es sich mit Digitalisierung wie mit vielen neuen Technologien. Von den überzeugten Anhängern der Technologie wird die Digitalisierung als Heilsbringer gesehen, die gar ein ewiges digitale Leben verspricht, von ihren Gegnern hingegen wird der bevorstehende Weltuntergang, der Untergang des Abendlandes oder wenigstens eine Technik befürchtet, in deren Folgen die Menschheit nur noch Diener der Technik ist. Grunwald riet zur Gelassenheit, denn viele der Zukunfsvisionen der Vergangenheit sind nicht so eingetreten, wie sie damals ausgemalt wurden. Ein Beispiel dafür ist die Technik in den Filmen „ Raumschiff Enterprise“, deren Handlung weit in der Zukunft spielt, deren Rechner aber aus heutiger Sicht bereits mehr als veraltet sind. „Im Nachhinein sehen manche Zukünfte der Vergangenheit aus heutiger Sicht ziemlich alt aus“

Viele Themen spielten eine Rolle: Autonomes Fahren, digitale Gesundheit, das Menschenbild der Digitalisierung u.a. Grunwald machte deutlich, dass wir uns als Menschen mit unseren Fähigkeiten nicht verstecken brauchen.

Während der Präsentation und der anschließenden Diskussionsrunde konnte Prof. Dr. Grunwald mit seinen ausgewogenen und durchdachten Thesen und Antworten diese Angst vor dem Neuen nehmen ohne in eine Technikeuphorie zu verfallen. Er riet allerdings zur gesunden Vorsicht und zum kritischen Hinterfragen der neuen Technologie. Es gilt, nicht aus dem Blick zu verlieren, dass die Digitalisierung maßgeblich durch die Interessen von den Technikgestaltern und den dahinter stehenden Unternehmen motiviert sei. Eine Gefahr sieht er in der „digitalen Versuchung“ für autokratische Regime einen Polizeistaat digital zu perfektionieren. „Werden wir auch in Zukunft noch Demokratien haben wie heute?“ war einer der Denkanstöße von Armin Grunwald. Als Empfehlung sprach er aus, dass die Digitalisierung und Automatisierung sicherlich eine Hilfe für die Menschheit sind, diese von den Regierungen und den Interessensvertretern der Gesellschaft sicherlich mit gesellschaftspolitischen Regeln geordnet werden sollte.

Dr. Yannick Julliard fasste das Buch anschließend in einer kurzen Rezension zusammen und wies auf offengebliebene Fragen hin. Als stärkste Kapitel stellte er die Thesen zu Menschenbild und Zukunft der Demokratie heraus. Offene Fragen für die Zukunft sind die in der Digitaltechnik angelegte Überwindung von Raum und Zeit und was das für die Menschheit bedeutet, sowie die Tatsache, dass es „kein digitales Vergessen gibt“. Yannick Julliard stellte zudem die Frage, ob nicht eine „Digitale Überformung“ des Alltagslebens begonnen hat, der sich niemand entziehen kann, selbst, wenn er keine Digitaltechnik verwendet. Zudem stellt sich die Frage, ob Bewusstsein in der Zukunft auf Rechner ausgelagert werden könnte und ob es bereits so etwas wie ein „digitales Unterbewusstsein“ gibt, Algorithmen also mehr über Menschen wissen, als sie selbst.

Die Politik und ihre Gestaltung war einer der Punkte bei den Fragen der Zuhörer: „Wir sehen im Moment nicht, ob unser Politiker sich mit der Digitalisierung beschäftigen oder diese verstanden haben.“ Hier konnte Armin Grunwald beruhigen. In der Bundesregierung und bei den Parteien sei dies ein zentrales Thema. Als Berater in den nichtöffentlichen Sitzungen und Gremien steht er der Politik als unabhängiger Berater zur Seite, wobei er deutlich machte, dass seine Rolle in der Beratung und nicht in der Gestaltung der Politik liegt, die er als „mühsames Geschäft“ bezeichnete. Die Parteien arbeiten derzeit daran, wie sie diese Themen in ihr politisches Verständnis einarbeiten und jedem verständlich machen können. „In den nächsten Wahlkämpfen, wird dies deutlich in den Vordergrund rücken“, so Grunwald. Im Gespräch erinnerte er immer wieder daran offen, aber auch kritisch zu bleiben.

Nach der anregenden Gesprächsrunde gab es eine Auflockerung, dies es bei Vorträgen in dieser Art und Weise eher nicht gibt:

Armin Grunwald und Yannick Julliard boten ähnlich einem „Making of…“ bei Filmen einen Blick hinter die Kulissen der Entstehungsgeschichte des Buches.

Wie kam es dazu? Wie hängt da auch ein Völkersbacher mit drin und gibt Feedback und vor „allem seinen Senf dazu“, der es dann auch noch ins Buch schafft ?

Yannick Julliard und Armin Grundwald verbindet eine jahrzehntelange Diskussion um Mensch und Technik. Im konkreten Fall half er dabei, die sonst wissenschaftlichen Texte für Nichtexperten verständlich zu machen. Armin Grunwald musste dabei einiges einstecken, kommentierte aber, dass dieses Feedback wertvoll, weil komplett „ungefiltert und ohne Respekt vor Instanzen und Professoren sei“.  Der Titel „Der unterlegene Mensch“ wird dem durchaus positiven Buch nicht ganz gerecht, schließt es doch mit der Bemerkung, dass der Mensch nur unterlegen, wenn er es zulässt.

Das Dorfgespräch bot ein Forum der ganz anderen Art – In Wohnzimmeratmosphäre, direkter Interaktion und anschließendem lockeren Austausch bei Tee und Saft. Das Format hat die Gäste begeistert zu mehr Diskussionen angeregt und wir hoffen auf ein weiteres Treffen und weitere gute Dorfgespräche.

Euer Weihnachtsgottesdienst „Welcome Home“ hat mich total geflasht, meine ganze Familie war richtig begeistert.

… endlich mal nicht langweilig… und ganz anders

Zu meiner Family hab ich um 23 Uhr gesagt: Da gehen wir jetzt hin, worauf mich alles verdutzt angeschaut hat. Es hat sich allerdings gelohnt, sagen Sie alle, auch die die Weihnachten nicht so gerne in die Kirche gehen.

Der krönende Abschluss war Let it Be als Marienlied zu verpacken…

Das war echt cool, jung und alt mitten in der Nacht gemeinsam singend und feiernd zu erleben….

(Teilnehmer und Teilnehmerinnen von Welcome Home, 24.12. 2018